Witcher III – ein Spiel wie kein anderes …

Okt
9

Witcher 3 ist atemberaubend, ein Meisterwerk. Nicht nur wegen der grandiosen, riesigen und wunderschönen Spielwelt, in der man sich frei bewegen kann. Auch wegen der unterschiedlichen, spannenden und sehr abwechslungsreichen Quests, die immer mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. Außerdem gehört eine ordentliche Prise Humor dazu, der gerne auch mal etwas dunkler ist und mich regelmäßig zum Schmunzeln bringt.

Endlich mal ein Spiel, das für Erwachsene ist und dennoch das Kind in mir anspricht. Es gibt Quests aus allen Bereichen des Lebens – es geht um Freude, Geld, Ehre, Liebe, Sex, Kunst, (Wein, Weib & Gesang quasi) Freundschaft und natürlich um Monster. Denn das ist ja der Beruf des Protagonisten Geralts, er ist Hexer und damit ein Monsterjäger. Natürlich kämpft man in dem Spiel gegen Monster und Menschen (manchmal auch gegen beides vereint).

Was aber wirklich besonders an diesem Spiel ist und mir so gut gefallen hat, ist die Möglichkeit der Beeinflussung des Spielverlaufs. Je nachdem, wie ich mich entscheide, beeinflusse ich damit den weiteren Verlauf sowie die Handlungen der Personen und Lebewesen im ganzen Spiel. Es gibt also unterschiedliche Enden, man entscheidet über Leben und Tod, Liebe und Verderben des Einzelnen und des Hauptcharakters. Manchmal muss man sich sehr schnell entscheiden und kann nicht lange überlegen, da die Zeit abläuft und ansonsten ein Zufallsgenerator entscheidet, falls man nicht schnell genug ist. Man hat einfühlsame, freundliche oder schmerzhafte bis unverschämte Antworten für sein Gegenüber zur Auswahl parat.

Mein Geralt ist jedoch ein ehrenhafter, freundlicher und cooler Typ, der den armen und gepeinigten Lebewesen hilft – aber dabei auch immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Er wirkt auf den ersten Blick rauh und etwas ungehobelt, ist aber tiefsinnig und eher verschwiegen. Er hat so einige Liebeleien im Spiel, bei denen man es entweder bei der einen oder anderen Nacht mit der Dame belassen kann oder auch etwas mehr daraus macht, ganz wie man das möchte. Treibt man es jedoch zu bunt, überlebt man auch die eine oder andere Überraschung – mehr verrate ich hier noch nicht.

Geradezu geheimnisvoll wirkt Geralt mit seinem attraktiven Äußeren (nach meinem Geschmack zumindest), seiner Kraft, Ausdauer und seinen Narben, die ihn von zahlreichen Kämpfen gezeichnet haben. Außerdem verfügt er über mäßige Zauberkraft, die man im Laufe des Spiels – ebenso wie seine Kampfkünste und Fertigkeiten – immer weiter ausbauen kann. Dafür sammelt man Erfahrungspunkte, die man beim Abschließen einer Quest erhält oder nach erfolgreichen Kämpfen erhält. So kann man zumindest (meine Lieblingsfähigkeit) „Igni“ weiter ausbauen und damit den Feinden ordentlich Feuer unter dem Hintern machen.

Weiterhin begeistert mich die freie Welt mit ihren wunderbaren Landschaften und der artenreichen Tierwelt. Ich kann mir zum Beispiel einfach ein Wildpferd fangen, mit AXI „beruhigen“ und dann darauf umherreiten. Aber natürlich hat Geralt ohnehin ein eigenes Pferd, eine braune Stute namens Plötze (im englischen Roach). Wenn er pfeift, kommt sie fröhlich angelaufen und trägt ihn durch die ganze Welt. Dank ihr kann man auch viel mehr Zeug sammeln und tragen. Da kommt im Laufe des Spiels so einiges zusammen. Man mutiert zu einem richtigen Jäger & Sammler, optimiert seine Kampf-Outfits oder zieht auch mal was Hübsches an, weil man bei verschiedenen Feierlichkeiten die Frauenwelt beeindrucken möchte (oder vom Adel zu guter Garderobe genötigt wurde) 😉

Mein persönlicher Höhepunkt im Spiel waren Quests aus den beiden Erweiterungen „Hearts of stone“ und „Blood & Wine“. Bei ersterer ging es auf eine Hochzeit und man konnte mit Geralt (oder eher dem Geist Vlodimir von Everec, der Besitz von ihm nahm) mal so richtig die Sau rauslassen. Das war großartig und sehr amüsant! J
Die  zweite Erweiterung spielt in dem wunderschönen Toussaint und stellt meine Lieblingswelt dar, weil sie sehr grün, hell und fröhlich ist und damit mal eine nette Abwechslung zu den düsteren Höhlen und Sümpfen mit sich bringt. Außerdem werden dort guter Wein und Kunst sehr geschätzt und das gefällt mir. Im Laufe der Geschichte landet man in einer Märchenwelt, die auf den zweiten Blick aber nicht so nett ist, wie es zunächst scheint. Die Märchenwelt wurde von einem Zauberer erschaffen und über die Jahre sind die Figuren darin böse geworden oder zumindest nicht mehr ganz so märchenhaft nett, wie sie mal waren und das macht wirklich Spaß. Das Beste daran, man findet ein Einhorn, das in dieser Welt Geralts Plötze ersetzt. Das ist großartig und ich bin immer noch begeistert. Dieses Spiel hätte genauso auch meiner Fantasie entspringen können J es ist ein Meisterwerk und viel mehr Geld wert, als es mich gekostet hat. Ich hoffe so sehr darauf, dass es ein Witcher 4 (mit Geralt) geben wird.

 

 

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